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Inhalt:
Gottesdienstentwurf
1. Liturgische Eröffnung und Begrüßung
2. Hörst du die Glocken?
3. Kyrie
4. Tagesgebet
5. Schriftwort
6. Alternative Lesung
7. Hinweis vor der Predigt
8. Lied: Bruder Jakob (Kanon)
9. Glocken – der Rhytmus einer Welt, die nicht schläft
10. Ein Ton aus Feuer geboren
11. Süßer die Glocken nie klingen...“ – wenn Klang zur Verheißung wird
12. Denn Glocken sind mehr als bloße Tradition
13. Lied nach der Predigt: Süßer die Glocken nie klingen
14. Fürbitten
15. Impuls und Vaterunser
16. Schlussgebet
17. Segen
18. Schlusslied
19. Download als PDF
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Hörst du nicht die Glocken? Und süßer die Glocken nie klingen ...
Gottesdienstentwurf
Liturgische Eröffnung und Begrüßung:
(Gottesdienstleiter*in)
Liebe Schwestern und Brüder,
„Süßer die Glocken nie klingen … als zu der Weihnachtszeit“ –
dieser Satz gilt für viele als Inbegriff weihnachtlicher Klangkultur.
Auf dem Bild, das Sie beim Hineinkommen gesehen haben, leuchten die Glocken golden auf rotem Grund – festlich, vertraut, fast schon ein wenig nostalgisch.
Doch was so vertraut wirkt, ist mehr als bloße Weihnachtsromantik. Es ist ein Klang, der tief in unsere Geschichte, unsere Kultur und unseren Glauben hineinreicht. Glocken gehören zu den ältesten und stärksten Klangzeichen der Welt. Sie rufen, mahnen, wecken, trösten. Seit März 2025 sind Glockenguss und Glockenspiel offiziell als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt – so wie Chormusik, Orgelbau oder das Singen von Wiegenliedern. Sie stehen nun in einer Reihe mit über 1400 kulturellen Ausdrucksformen weltweit – von der französischen Baguettekunst bis zum mongolischen Kehlkopfgesang.
Was heißt das für uns? Glocken sind mehr als nur Instrumente aus Metall. Sie begleiten unseren Alltag und unseren Glauben. Sie geben der Zeit Struktur und Bedeutung. Sie begleiten besondere Momente: Sie rufen zum Gebet, zur Feier, zum Gedenken. Deshalb stellen wir uns heute zu Beginn des Gottesdienstes eine einfache, aber tiefgehende Frage:
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Hörst du die Glocken?
Nicht nur mit den Ohren – sondern auch mit dem Herzen?
Nicht nur als Klang – sondern als Zeichen?
Nicht nur als Gewohnheit – sondern als Einladung Gottes?
Mit dieser Frage beginnen wir unseren Gottesdienst.
Ein Gottesdienst, der uns einlädt hinzuhören –
auf das, was zählt.
Auf das, was trägt.
Auf Gott.
Glocken laden uns ein, vor Gott zu kommen –
mit dem, was wir sind,
mit unserer Sehnsucht, unserem Vertrauen, unserer Hoffnung.
Wir wenden uns an Christus,
der uns ruft und begleitet:
Kyrie
(Gottesdienstleiter*in)
1. Herr Jesus Christus,
du lädst uns ein, den Klang deiner Nähe zu hören.
Du rufst uns heraus aus dem Alltag – in die Begegnung mit dir.
Kyrie eleison.
2. Christus, du weckst in uns die Freude am Glauben
und stärkst uns, neu aufzubrechen.
Christe eleison.
3. Herr, du lässt uns nicht allein.
Deine Stimme klingt in unser Leben – als Trost, als Hoffnung,
als Wegweiser.
Kyrie eleison.
Tagesgebet
(Gottesdienstleiter*in)
Lasset uns beten. – Stille –
Guter Gott,
dein Ruf klingt in unser Leben –
wie ein heller Ton inmitten des Alltags.
Du sprichst uns an und weckst in uns die Sehnsucht nach Nähe,
Sinn und Frieden.
Lass uns hören, was uns stärkt.
Lass uns erkennen, was zählt.
Und gib uns den Mut, im Klang deines Wortes unseren Weg zu gehen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn,
unseren Bruder und Herrn,
der mit dir lebt und uns liebt in Ewigkeit.
– Amen.
Schriftwort
(Lektor*in)
1. Lesung
Lesung aus dem Buch Jesaja (Jes 50,4–5)
Gott, der Herr, gab mir eine Zunge wie die von Jüngern,
damit ich den Müden zu rechter Zeit mit einem Wort aufhelfen kann.
Er weckt mich jeden Morgen,
weckt mir das Ohr,
damit ich höre, wie Jünger hören.
Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet.
Ich aber wehrte mich nicht und wich nicht zurück.
Wort des lebendigen Gottes. – Dank sei Gott.
Alternative Lesung
Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Rom (Röm 13,11–12)
Bedenkt die gegenwärtige Zeit:
Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf.
Denn jetzt ist das Heil uns näher als damals,
als wir gläubig wurden.
Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe.
Lasst uns also die Werke der Finsternis ablegen
und die Waffen des Lichts anlegen.
Wort des lebendigen Gottes. – Dank sei Gott.
Hinweis vor der Predigt
(Gottesdienstleiter*in)
Bevor wir die Predigt hören,
singen wir gemeinsam den Kanon „Bruder Jakob“.
Ein Kinderlied – und doch mehr als das.
Es fragt: „Schläfst du noch?“
Heute hören wir es als Weckruf:
zum Aufhorchen, zum Innehalten,
zum Hinhören auf das, was Gott uns sagen will.
Wir singen ihn gemeinsam – gerne im Kanon.
Lied: Bruder Jakob (Kanon)
„Bruder Jakob, Bruder Jakob,
schläfst du noch? schläfst du noch?
Hörst du nicht die Glocken? Hörst du nicht die Glocken?
Ding dang dong. Ding dang dong.“
Eine Erzählpredigt über Weckrufe, Klangkultur und die Hoffnung, die nicht schweigt
„Bruder Jakob, Bruder Jakob, schläfst du noch?“
Französischer Ursprung – weltweite Karriere!
In über 50 Sprachen gesungen – von „Frère Jacques“ über „Brother John“ bis „Fray Santiago“.
Ein Lied, das die Welt umspannt. Und der Satz bleibt hängen wie ein Weckton:
„Hörst du nicht die Glocken? Ding dang dong!“
Ein Lied, harmlos? Vielleicht.
Oder ein geistlicher Weckruf – subtiler als jede Sirene.
Ein Lied, das uns aufrütteln will.
Und nicht nur Kinder, sondern uns alle fragt:
„Lebst du schon – oder dämmerst du noch durch deinen Alltag?“
„Hörst du die Welt? Hörst du Gott? Hörst du dich selbst?“
Und vielleicht –
vielleicht ist das gar kein Kinderlied.
Vielleicht ist es ein Echo, das aus der Tiefe unserer Seele kommt.
Ein Weckruf, der nicht am Kopfkissen rüttelt,
sondern am Herz.
Denn wer genau hinhört, spürt:
Bruder Jakob – das sind wir.
Und die Glocken, die da klingen sollen –
die läuten nicht nur im Lied,
sondern ganz real: in unseren Dörfern,
unseren Kirchen, unseren Tagen.
Glocken – der Rhythmus einer Welt, die nicht schläft
In meiner Pfarrei ist das heute noch so.
Dreimal am Tag erklingen sie: morgens, mittags und abends.
Sie unterbrechen die Zeit –
nicht mit Lärm, sondern mit Bedeutung.
Sie läuten am Samstag den Sonntag ein, wie ein Vorspiel des Himmels.
Sie rufen zur Taufe, wenn ein neues Leben mit Gottes Liebe besiegelt wird.
Sie klingen beim Tod, wenn ein Mensch heimgerufen wird.
Und alles dazwischen,
was Gott mit uns lebt und feiert,
was wir hoffen, was wir beten, was wir tragen –
auch das schwingt in ihrem Klang mit.
Glocken sind mehr als Metall im Turm.
Sie sind der Atem des Glaubens im Rhythmus der Welt.
Sie erinnern uns an das, was größer ist als unser Alltag.
Sie rufen nicht nur – sie verkünden.
Und wenn Glocken so viel sagen können –
dann lohnt sich auch ein Blick auf das, woher ihr Klang kommt.
Denn Glocken werden nicht einfach hergestellt.
Sie werden geboren.
Mit Feuer, mit Erde, mit Geduld –
und mit einer Ehrfurcht, die man spürt, sobald der erste Ton erklingt.
Ein Ton aus Feuer geboren
Wer einmal eine Glocke entstehen sieht,
vergisst es nie.
Die Form – aus Erde.
Das Wachs – modelliert mit Geduld.
Das Gießen – ein Moment voller Spannung.
Und am Ende: ein Klang, den es so auf der Welt noch nie gegeben hat.
Jede Glocke ist ein Unikat der Ewigkeit.
Ein Lied aus Bronze,
hineingegossen in das Jetzt.
Kein Wunder also, dass Glockenguss und Glockenspiel heute,
seit März 2025, immaterielles Kulturerbe sind.
Sie verbinden handwerkliches Können, musikalische Seele
und eine tief verwurzelte Tradition,
die nicht einfach im Museum ausgestellt werden kann.
Sie muss klingen.
Sie muss gehört werden.
Sonst stirbt sie –
und mit ihr etwas von unserer Kultur.
Doch Kultur allein genügt nicht.
Denn was nützt der schönste Klang,
wenn er nur noch im Museum erklingt?
Wenn Glocken sorgsam restauriert,
aber nicht mehr geläutet werden?
Wenn sie zwar bewundert,
aber nicht mehr gebraucht werden?
Kultur, die nur noch archiviert,
aber nicht mehr lebt,
verliert ihren Klang.
Und mit ihr verlieren wir das Gespür für das,
was uns einst bewegt, geprägt und getragen hat.
Wenn Glocken nur noch Erinnerungsstücke sind,
wenn ihr Läuten verhallt wie ein Echo aus vergangener Zeit,
dann verlieren wir mehr als ein Handwerk.
Dann verlieren wir die Fähigkeit, uns rufen zu lassen.
Denn wenn wir die Alarmglocken,
die gerade vielerorts in der Welt läuten –
manchmal sogar schrill –,
nicht mehr hören,
weil wir sie übertönen mit Ablenkung, Dauerbeschallung
oder Gleichgültigkeit,
dann kann es geschehen,
dass irgendwann niemand mehr da ist,
der ihr Läuten noch hören kann.
Weil wir allzu lange geschlafen,
zu oft weggeschaut haben.
Gewiss nur selten aus Bosheit –
aber oft aus Gewohnheit.
Aus Müdigkeit.
Vielleicht auch aus Angst.
Sind wir nicht alle ein bisschen Bruder Jakob?
Ein bisschen verschlafen,
ein bisschen eingelullt vom Alltag,
ein bisschen spät dran,
wenn es darum geht, hinzuhören, aufzustehen, zu handeln?
Wir leben in einer Zeit,
in der Glocken oft nur noch wie frommer Zierrat klingen –
heiliger Bimm-Bamm,
statt heilender Weckruf.
Und doch – das Lied Bruder Jakob verrät uns etwas Entscheidendes:
Selbst der verschlafenste Jakob kann geweckt werden.
Nicht durch Druck.
Nicht durch Vorwürfe.
Sondern durch einen Klang,
der uns erinnert –
der uns ruft, statt zu richten.
„Ding dang dong“ – das ist kein Klang der Klage,
sondern ein Ruf zur Veränderung.
Ein Lied, das nicht die Welt verdammt,
sondern Menschen wecken will,
sie ruft, ihre Welt mitzugestalten.
Vielleicht liegt darin unser Trost –
dass der Weckruf leise beginnt,
aber tief geht.
Vom Ohr ins Herz.
Und von dort in die Tat.
“Süßer die Glocken nie klingen…“ – wenn Klang zur Verheißung wird
Glocken wollen nicht nur den „Jakob in uns“ wecken.
Sie rufen nicht nur den verschlafenen Einzelnen.
Sie läuten für das, was in der Welt ins Wanken geraten ist.
Für das, was nach Frieden schreit und nach Hoffnung dürstet.
Denn Glocken sind mehr als bloße Tradition
Sie sind Erinnerung, Mahnung –
und manchmal leiser gestimmter Protest
gegen das, was nicht mehr stimmt,
was verstimmt ist –
in der Welt, in uns.
„Süßer die Glocken nie klingen als zu der Weihnachtszeit …“
Es klingt weich wie Watte –
und ist doch mehr als nur weihnachtliche Romantik.
Viele halten es für sentimental –
und überhören, was es eigentlich sagt.
Was heißt hier eigentlich „süß“?
Nicht zuckrig. Nicht harmlos. Nicht bimmelnd nett.
„Süß“ – das meinte damals, als das Lied um 1860 entstand,
nicht zuckrig oder harmlos, sondern: heilig. heilvoll. segnend.
Gerade deshalb stellt das Lied in unserer Zeit fast eine Provokation dar.
Wie können Glocken „süß“ – also heilig – klingen,
wenn die Welt so oft in Trümmern liegt?
Wenn Nachrichten schreien statt singen?
Wenn so viel zerrissen, zerbrochen, unheil ist?
Als dieses Lied entstand, war die Welt alles andere als heil.
Deutschland zerrissen, die Revolution von 1848 nicht vergessen,
die Industrialisierung brachte Armut, Ausbeutung, Entwurzelung.
Und doch – gerade in diese Unruhe hinein wurde ein Lied geboren,
das nicht verklärt, sondern den Frieden einläuten will.
Ein Klang, der mehr als Harmonie sucht:
der Hoffnung weckt.
Und darin liegt ein stilles Gebet:
Dass Gott es doch hören müsste …
diesen Klang,
dieses Sehnen,
dieses Bitten um Frieden, Heil und Ganzsein.
Im Lied von Friedrich Wilhelm Kritzinger klingt dieser Wunsch ganz deutlich an:
„O wenn die Glocken erklingen,
schnell sie das Christkindlein hört …“
Als wollte das Lied sagen:
Herr, sieh doch, was hier alles nicht stimmt.
Sieh die Unruhe, den Streit, die Angst.
Hör den Klang der Glocken –
und komm.
Komm – nicht, weil alles süß ist,
sondern damit etwas gut werden kann.
Komm – nicht nur zur Weihnachtszeit,
sondern in unser Jetzt.
In unsere Welt,
unsere Fragen,
unser Suchen.
Vielleicht ist das das größte Wunder:
Dass Gott tatsächlich hört.
Dass er sich bewegt.
Dass er nicht fernbleibt,
sondern sich auf den Weg macht –
aus Liebe.
Süßer die Glocken nie klingen –
als dort, wo Menschen hoffen,
und Gott sich finden lässt.
Lied nach der Predigt: Süßer die Glocken nie klingen
(Vor dem Lied gibt die Lektor*in/der Lektor folgende Einführung:)
Wir singen das Lied: „Süßer die Glocken nie klingen als zu
der Weihnachtszeit.“
Und wir wissen: Sie klingen nicht nur zur Weihnacht –
sie klingen, wo Menschen hoffen,
wo Himmel die Erde berührt,
wo Liebe lautlos wird.
Aber an Weihnachten hat Gott geantwortet –
mit einem Klang, der die Welt verändert hat:
der Klang der Liebe in einem Kind,
geboren in der Nacht,
doch hell wie eine Glocke aus Licht.
Seitdem wissen wir:
Gott ist nicht nur fern zu hören – er ist nah geworden.
Fürbitten
(Vorgetragen von Gottesdienstleiter*in und Lektor*in)
„Süßer die Glocken nie klingen“ – ein Lied, das mehr ist als Klang: Erinnerung, Verheißung, Frage an uns.
Im Vertrauen darauf, dass Gott hört, bitten wir:
1. „Süßer die Glocken nie klingen – als zu der Weihnachtszeit.“
Für alle, die in dieser Zeit den Klang des Lebens vermissen –
Menschen in Krieg, in Einsamkeit, in Krankheit.
V/A: Gott, öffne Räume des Friedens.
2. „Es ist, als ob Engelein singen – wieder von Frieden und Freud.“
Für alle, die sich nach einem Wort sehnen, das trägt –
ein Lied, ein Gespräch, eine Stimme, die bleibt.
V/A: Gott, schenke hörbare Zeichen deiner Nähe.
3. „Wenn die Glocken erklingen – tut sich vom Himmel was auf.“
Für die, die Verantwortung tragen:
dass ihre Entscheidungen Himmelsspuren auf Erden hinterlassen.
V/A: Gott, begleite sie mit deinem Geist.
4. „Segnet den Vater, die Mutter, das Kind.“
Für unsere Familien, Freundschaften und Beziehungen:
dass sie getragen sind von Respekt, Geduld und Wärme.
V/A: Gott, segne unser Miteinander.
5. „Glocken mit heiligem Klang – klinget die Erde entlang.“
Für unsere Welt, so zerrissen und so schön zugleich:
dass sich ihr Klang wandelt – von Hass zu Hoffnung,
von Angst zu Achtsamkeit.
V/A: Gott, mach uns zu Werkzeugen deines Friedens.
(Gottesdienstleiter*in)
Glocken klingen.
Sie rufen. Wecken. Sammeln.
So nimm unsere Bitten auf, Gott –
und schenk uns ein hörendes Herz.
Durch Christus, unsern Herrn.
Amen.
Impuls und Vaterunser
(Gottesdienstleiter*in)
(Eine Glocke erklingt)
Eine Glocke erklingt.
Sie sagt nicht viel.
Aber was sie sagt, trägt weit.
Jetzt wird gebetet.
Vielleicht hört sie jemand draußen.
Oder tief drinnen.
Vielleicht braucht gerade jemand diesen Ton.
Als Zeichen, dass Hoffnung lebt.
Dass jemand an jemand denkt.
Dass Gott hört – auch, wenn wir leise sind.
Die Glocke verbindet uns.
Mit anderen.
Mit dem Himmel.
Mit dem, was wir hoffen – und manchmal kaum glauben können.
(kurze Stille)
So beten wir gemeinsam –
laut oder leise, getragen vom Klang,
verbunden mit allen, die heute beten.
(Alle:) Vater unser im Himmel…
Schlussgebet
(Gottesdienstleiter*in)
Lasst uns beten. – Stille
Heilender Gott,
du sprichst nicht immer laut.
Aber du schenkst uns Zeichen,
die klingen:
eine Glocke im Turm,
ein Lied, das trägt,
ein Wort, das uns erreicht.
Manchmal sind es leise Töne,
aber sie gehen tief –
wie ein Klang, der nicht nur gehört,
sondern gespürt wird.
„Süßer die Glocken nie klingen“ –
so singen wir,
wenn wir uns nach dem sehnen,
was heil macht:
Frieden, Nähe, Vertrauen.
Wir danken dir für diesen Gottesdienst,
für den Klang deines Friedens,
für die Stille, in der du uns nahe bist.
Lass uns wach bleiben für deinen Ruf.
Lass uns hörend bleiben – auch im Alltag.
Und lass uns selbst zu einem Klang werden,
der andere berührt, aufrichtet und stärkt.
Denn du bist der Gott,
der nicht nur erklingt,
sondern heilt.
Darum bitten wir durch Christus,
der lebt und uns ruft –
heute und alle Tage.
Amen.
Segen
(Gottesdienstleiter*in)
Der Herr segne euch und behüte euch.
Er lasse sein Gesicht leuchten über euch
und sei euch gnädig.
Er erhebe sein Angesicht
auf euch
und schenke euch Frieden.
Und so segne euch der dreieinige Gott –
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.
Schlusslied
Hört, es singt und klingt mit Schalle (GL 240)
Michael Paul
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