Kreuz

kreuz_symbolEs ist eines der am weitesten verbreiteten und ältesten Symbole. Wie das Quadrat partizipiert es an der Symbolik der Zahl Vier (wenn Mittelaltern von seinen äußeren vier Punkten ausgeht); so wurde es beispielsweise zum Symbol der vier Himmelsrichtungen.

Das Kreuz gehört zur Kirche. An verschiedenen Stellen des Gotteshauses ist es zu finden: auf dem Turm, auf dem Altar, über dem Altar im Chorraum, in den Fenstern, auf Bildern und Skulpturen. Bei der Architektur vor allem sakraler Bauten und ganzer Stadtanlagen spielt die kreuzförmige Anordnung häufig eine (nicht nur prakt.) Rolle; das griech. Kreuze bestimmt z. B. den Grundriss vieler byzantinischen und syrischen Kirchenbauten, das lateinischen den romanischer und gotischer Kirchen.

Obwohl für viele das Kreuz zum Schmuckstück geworden ist, ist es doch mehr: das Kennzeichen der Christen, ein steter Hinweis auf den, der am Kreuz starb, Jesus Christus. An manchen Kreuzen ist die Figur des Leichnams Jesu angebracht. Solche Kreuze nennt man „Kruzifixe“.

„Kruzifixus“ heißt: „Der an das Kreuz geheftete“. Oft ist auf einem Schild oder Täfelchen über dem Körper Jesu zu lesen: INRI. Das heißt: „Jesus Nazarenus Rex Judaeorum“ (Jesus von Nazareth, König der Juden; vgl. Johannes 19,19).

Das Kreuz - das Symbol der Christen

Das Kreuz hat in den verschiedenen Ländern, zu verschiedenen Zeiten und in den verschiedenen Kirchen vielerlei Formen bekommen. Ohne Kreuz in irgendeiner Form kann man sich eine Kirche nicht vorstellen. Das Kreuz sagt uns: Am Kreuz starb Jesus für mich und für alle Menschen.

Das Kreuz, an dem Jesus starb, ist das Hauptsymbol der Christen. Im ersten Jahrhundert der Kirche scheute man sich allerdings, das Kreuz zu zeichnen. Das Kreuz ist ein altes Symbol, ist Sinnbild für die Verbindung von weit Entferntem (Himmel und Erde).

Im Kreuze finden sich Raum und Zeit. Das Kreuz verbindet, vermittelt. Es macht aber auch deutlich, dass unsere zeitlichen Wünsche (Waagerechte) durch Gottes ewige Liebe (Senkrechte) durchkreuzt werden. Das Kreuz, an dem Jesus starb, wird T-Form gehabt haben, wie es bei den Römern üblich war.

Damit erhielt das Kreuz durch den Kreuzestod Christi eine besondere Bedeutung als Sinnbild des Leidens, aber auch des Triumpfes Christi und damit allgemein als Symbol des Christentums (anfangs allerdings nur zögernd verwendet, da in der antiken Vorstellungswelt der Kreuzestod als äußerst anstößig galt). Das Kreuz ist das Zeichen unserer Rettung und des Sieges Jesu über den Tod.

Das in einem Kreis eingeschriebene Kreuz gilt als Vermittlung von Quadrat und Kreis und betont deshalb symbolisch besonders die Verbindung von Himmel und Erde. Es ist ein Symbol des Mittelpunkts, des Ausgleichs von Aktivität und Passivität, des vollkommenen Menschen. Betrachtet Mittelaltern die vier Arme des einem Kreis eingeschriebenen Kreuzes als Speichen, so ergibt sich das Bild des Rades und damit ein Sonnen-Symbol, das sowohl bei asiatischen Völkern wie bei den Germanen begegnete (auch ohne umschriebenen Kreis kann das Kreuz gelegentlich Sonnen-Symbol sein, z. B. in Assyrien).

Das Kreuz kann auch als Zeichen für den Scheideweg verstanden werden (als Ort, wo sich die Wege der Toten und der Lebenden kreuzen).

Die verschiedenen Kreuzformen

Die Kreuzformen sind heute vielfältig und kaum zählbar. Einige besondere seien genannt:

Das Ankerkreuz vier zusammengesetzte Anker
Das Krückenkreuz vier zusammengesetzte T
Das Jerusalemkreuz vier kleine Kreuze in den Winkeln eines Krückenkreuzes
Das Lothringer Kreuz zwei Querbalken
Das Johanniter- bzw. Malteserkreuz jedes Kreuzbalkenende ist gespalten
Das Russische Kreuz zwei waagerechte Balken, ein schräger Querbalken
Das Radkreuz das Kreuz in einem Rad (ein vierspeichiges Rad, das die Herrschaft Jesu über die Welt darstellt)

In der christlichen bildenden Kunst erscheint es in vielfältigen Formen (am gebräuchlichsten das griechischen und das lateinischen Kreuz); ein verborgenes Kreuzsymbol ist gelegentlich auch der Anker. Daneben spielt die Form des Kreuzes auch eine Rolle als Segensgestus und beim Sich-Bekreuzigen.

Auf die Symbolik des Lebensbaums verweist vor allem die sehr alte Form des Gabelkreuzes, in der christlichen Kunst begegnet auch das Blüten und Blätter treibende Kreuz Christi als Symbol der Todesüberwindung.

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