Der Ostervogel

Im Hunsrück, in der Pfalz und im Odenwald (wahrscheinlich auch in vielen anderen Landschaften) war es Brauch, ein ausgeblasenes Ei (meist ein Gänse-Ei) mit Kopf und Schwanz, vor allem aber mit bunten Papier-(Seiden)-Flügeln zu bekleben und das kunstvolle Gebilde als „Ostervogel“ unter die Decke zu hängen. Die Symbolik ist deutlich: Das Leben bekommt Flügel, eine „beschwingte“ Osterfreude ist in Familie und Haus gegenwärtig. Die Ostervögel bleiben das Jahr über in den Wohnstuben hängen: Ostern ist im gesamten Kirchenjahr gegenwärtig (so wie jeder Sonntag ein Klein-Pascha, ein kleines Osterfest, ist).

Wenn ein Gänse-Ei beschafft werden kann, kann es als Grundform für den Ostervogel dienen. Aber auch aus einem Hühnerei lassen sich wunderbare Ostervögel gestalten. Wenn solche Eier nicht zur Hand sind, kann jede schnell erkaltende Masse in Eiform als Grundform dienen. Aus dieser Masse wird dann auch der Kopf geformt. Mit Blumendraht, Papier oder Seide … lassen sich schnell phantasievolle Flügel und Schwänze bilden. Je phantasievoller der Vogel ist, desto besser, denn gerade die beschwingte Osterfreude will Phantasie. Vielleicht kann es ein schöner Brauch werden, sich zum Fest (gerade unter Liebenden) Ostervögel zu schenken.

 

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