Katholisch

Das Wort katholisch stammt aus dem griechischen und bedeutet "im Ganzen". Im Glaubensbekenntnis wird die Kirche als "katholisch", also umfassend bezeichnet. Das heißt, dass der Glaube nicht durch geschichtliche, rassische, geographische oder sonstige Schranken begrenzt wird, sondern allen Menschen gilt.

In diesem Sinne verstehen sich die meisten Kirchen als katholisch. In vielen evangelischen Kirchen spricht man im Glaubensbekenntnis dennoch von der „heiligen christlichen Kirche", um die konfessionelle Eingrenzung im Sinne der römisch-katholischen Kirche auszuschließen.

Jede Kirche, wenn sie das apostolische Glaubensbekenntnis angenommen hat, ist eine katholische Kirche, einige evangelische  Kirchen benutzen die Übersetzung „allgemein“, andere wieder lassen das Wort wegen der Verwechslungsmöglichkeit mit der römisch-katholischen Kirche aus.

Doch anders als die anderen „katholischen“ Kirchen, die sich als Teil der einen weltweiten Kirche verstehen, versucht die römisch-katholische Kirche dies selbst zu sein und verwirklicht die Einheit durch eine einheitliche Kirchenorganisation unter dem Primat des Bischofs von Rom, des papstes als Nachfolger Petri. Diese Kirchenorganisation ist eine zentralistische Wahlmonarchie, gewählt durch die Kardinäle als die Wahlbischöfe.

Einer besonderen Ehrenstellung des römischen Bischofs können die meisten anderen Kirchen der Ökumene zustimmen, jedoch keiner Jurisdiktion oder gar einer letzten als unfehlbar dogmatisierten Lehrautorität.

Mit dieser Lehrkompetenz, die auch von den Konzilen eingenommen werden kann, sucht die römische Kirche die Lehreinheit sicherzustellen. Dies geht nur, wenn die Lehre einen unhistorischen Charakter hat und eine Gültigkeit unabhängig von den sozialen Gegebenheiten der Region, in der der Glauben gelebt werden sollte. Bis zum zweiten vatikanischen Konzil (1962-65) war die dritte Säule der weltweiten Einheit die einheitliche liturgische Sprache – lateinisch. Sie ist zugunsten der Landessprachen aufgegeben worden.

Die Sakramenten Lehre

Weitere Unterscheidungen sind die Sakramenten Lehre, die römisch-katholische Kirche kennt sieben (Taufe, Beichte, Messe, Firmung, Ehe, Priesterweihe und Krankensalbung), die evangelische Kirche nur zwei (Taufe und Abendmahl). Die Messe wird im Sinne der Realpräsenz Christi als Wandlung der Substanzen Wein und Brot in den wirklichen Leib und das wirkliche Blut Jesu verstanden; die Priesterweihe ist den zölibatär lebenden Priestern vorbehalten, es ist ein Zwangszölibat und nicht – wie in den anderen Kirchen – eine freiwillige Entscheidung des Einzelnen.

Der Ablasshandel, die Lehren von den guten Werken der Heiligen und er Reliquienkult, die einst zur Reformation führten, sind heute in der römisch-katholischen Kirche entweder abgeschafft oder so eingeschränkt, dass sie nicht mehr kirchentrennend sein würden.

 

Weitere Informationen zu katholisch:

› Katholizismus bei Wikipedia

› katholischer Gottestdienst

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